Ein Wanderreiterlebnis lässt sich nicht zeitlich beschränken. Aber trotzdem gehen die meisten Touren übers Wochenende. Da sich der zeitliche Ablauf aber schonmal in die Länge ziehen kann, ist es besser, sich etwas mehr Zeit zu lassen. Ein Urlaub von sieben bis zehn Tagen sollte schon sein, wenn man überhaupt ein prägendes Erlebnis haben möchte.
Wer organisiert Touren?
Für gewöhnlich werden die Touren von reitenden Freundeskreisen organisiert, aber manchmal machen auch Einzelpersonen Touren allein. Man kann ja das Bild des „lonesome rider“, der sich auf spirituelle Suche begibt. Das habe ich auch schon gemacht, sehr zur Belustigung meiner Freunde. Aber letztendlich waren es unter anderem die besten Zeiten meines bisherigen Lebens.
Wie lange dauert eine Tour?
Auf einem typischen Wanderreittrip nimmt man sich um die sechs bis sieben Stunden Zeit für das Reiten. Dazu kommen noch die dazwischenliegenden Pausen. Insgesamt erweitert sich das Reitpensum so auf um die 9 bis 10 Stunden. Viel Zeit für anderes bleibt da nicht. Aber man macht diese Touren ja auch wegen des Reitens. Sehr viel Strecke kann man beim Wanderreiten aber nicht zurücklegen, denn meistens wird nur im Schritttempo geritten. In diesem Tempo lässt sich die Schönheit der Natur am Besten genießen, ohne dass es zu monoton wird. Auch wenn Schritttempo recht langsam ist, ist man dennoch etwa dreimal schneller, als ein normaler Fußgänger. Aber natürlich stehen die Kilometerzahlen nicht im Vordergrund.
Auch an das Pferd denken
Da Pferde auch nur Menschen sind, kann man auch nicht die ganze Zeit im Sattel sitzen. Ein Wanderreiter sollte immer Rücksicht auf seinen vierbeinigen Partner nehmen und ab und zu absteigen. So kann man den Rücken des Pferdes entlasten. Das Pferd dankt.