Von vielen wird das Wanderreiten als die umweltfreundlichere Art des Reisens bezeichnet. Wanderreiten, das sind mehrtägige Wanderungen auf dem Pferd. Oft mach man solche Touren in größeren Gruppen. Im Vordergrund steht bei solchen Reisen die Naturerfahrung und der soziale Aspekt. Auch den Zusammenhalt zwischen Mensch und Pferd will man beim Wanderreiten stärken, denn mit diesem ist man auf so einer Reise die ganze Zeit zusammen. Das Pferd steht im Zentrum, denn von ihm hängt es ab, wann und vor allem wie man am Ziel seiner Reise ankommt. Aber ist beim Wanderreiten nicht letztendlich der Weg das Ziel?
Frage der Übernachtung
Natürlich wäre es widersinnig, wenn man auf einer Reise, die die Naturerfahrung mit Pferd stärken soll, im Hotel übernachten würde. Aus diesem Grund ist es üblich, beim Wanderreiten im Freien zu übernachten. Weil das nicht immer optimal für die Pferde ist, kann man auch schonmal beim Bauern oder auf einem Pferdehof unterkommen. Diese haben oft auch zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten für Mensch und Pferd. Oftmals sind diese explizit zu diesem Zweck eingerichtet, gerade wenn der Hof an einer Route für Wanderreiter liegt.
Frage des Gepäcks
Eine wichtige Frage beim Wanderreiten ist die Frage des Gepäcks. Dieses wird für gewöhnlich in den Satteltaschen verstaut, die vor und hinter dem Sattel platziert werden. Manchmal wird auch ein Pferd mitgeführt, dass keinen Reiter trägt, sondern nur das Gepäck. Wanderreiten ist die ursprünglichste Form von Mensch-Pferd-Interaktion. Auf diesen Aspekt des Wanderreitens möchte ich später noch näher eingehen. Zum Wanderreiten kann man aber nicht jedes beliebige Pferd nehmen. Die Pferde müssen entsprechend trainiert sein und dürfen nicht mehr bocken. Besonders geeignet sind nicht Turnierrassen, sondern „natürliche“ Arten, wie der Araber, der Warmblüter, das Maultier oder das Kleinpferd.