Wanderreiten ist das einzig wahre Reiten. Eine harte Aussage. Aber meiner Meinung nach ist es so. Nicht, dass ich vor dem Kunstreiten keinen Respekt hätte, aber für mich drückt es die Beziehung zwischen Mensch und Pferd einfach nicht gut genug aus. Das Pferd wird scheinbar als bloßes „Nutzgerät“ für Shows und Landwirtschaft angesehen. Deswegen habe ich mich dem Wanderreiten zugewendet.
Wie ich zum Wanderreiten kam
Vor einigen Jahren bin ich zum ersten Mal damit in Berührung gekommen, als ein Freund mich darauf aufmerksam machte. Das Konzept hat mich fasziniert. Einfach im Sattel sitzen und die Natur genießen. Kein Wettbewerb. Kein Schnelligkeitsdrang. Kein Perfektionszwang. Nur das Pferd und ich. Und die Natur. Das gefiel mir. Leider waren meine letzten Reitstunden schon ein paar Jahre her, so dass ich mich erstmal wieder in einen Sattel setzen musste. Nach ein paar Stunden, in denen meine kleinen Dellen wieder ausgebessert wurden, wagte ich meine erste Wanderreittour. Mit einem professionellen Führer wagten wir uns an eine bergige Strecke, die eigentlich nicht für Anfänger geeignet war. Aber trotzdem war es eines der schönsten Erlebnisse meines Lebens. Ich habe vorher schon Wanderreisen unternommen, unter Anderem auf dem vielgerühmten Jakobsweg. Aber nichts kommt für mich an das Erlebnis einer Wanderreittour heran. Der Respekt, den man dem eigenen Pferd entgegenbringen muss hat etwas für sich. Man tritt in eine Symbiose mit dem Tier und der Umgebung und nach einiger Zeit scheinen alle Grenzen und Einschränkungen zu verschwinden. Aber ich möchte nicht vom Thema abschweifen. Mein Blog soll euch in das Thema einführen und die Fragen klären, die ihr vielleicht haben mögt.
Euer Günther.
